Unsere Historie

Drei Verbände. Eine gemeinsame Zukunft.

Die Geschichte des Verbandes der Gartenfreunde Südbrandenburg e.V. und seiner Wurzeln in Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Calau.

Wie der VSBB entstand

2021 schlossen sich der Kreisverband Bad Liebenwerda der Gartenfreunde e.V., der Bezirksverband der Gartenfreunde Finsterwalde und Umgebung e.V. und der Bezirksverband Calau der Gartenfreunde e.V. zum Verband der Gartenfreunde Südbrandenburg e.V. zusammen. Sitz des gemeinsamen Verbandes wurde Elsterwerda.

Der Zusammenschluss knüpfte an jahrzehntelange Kleingartentradition in Südbrandenburg an. Zugleich war er eine Antwort auf neue Herausforderungen: den demografischen Wandel, die Abwanderung aus ländlichen Regionen, Leerstand und die wachsenden Aufgaben ehrenamtlicher Vorstände. Eine gemeinsame Verwaltung sollte die Vereine dauerhaft unterstützen und das Kleingartenwesen auch für junge Menschen und Familien attraktiv halten.

Die erste Wurzel

Bad Liebenwerda

Zwischen 1958 und 1959 entstand im Altkreis Bad Liebenwerda die örtliche Organisation des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK). Nach der politischen Wende wurden die Verbandsstrukturen neu geordnet.

Am 27. Oktober 1990 beschloss ein außerordentlicher Verbandstag in Bad Liebenwerda die Auflösung des bisherigen VKSK-Verbandes und seine Rechtsnachfolge. Parallel gründete sich der Verein „Garten- und Siedlerfreunde“ e.V. Am 29. April 1992 folgte die Gründung des Kreisverbandes Bad Liebenwerda der Gartenfreunde e.V.; der Sitz wurde nach Elsterwerda verlegt.

Ein schwerer Verlust für die Überlieferung war der Rathausbrand in Elsterwerda am 6. April 1995. Dabei wurde ein großer Teil der dort hinterlegten Verbandsunterlagen vernichtet.

Das Verbandsgebiet umfasste später Elsterwerda, Bad Liebenwerda, Mühlberg/Elster, Röderland und das Schradenland. 2020 kam eine Kleingartenanlage in Großthiemig hinzu. Kennzeichnend waren die enge Zusammenarbeit mit den Vereinsvorständen, offene Sprechzeiten, die Vermittlung freier Gärten sowie eigene Gartenfachberater und Bewerter.

Die zweite Wurzel

Finsterwalde und Umgebung

Im Mai 1990 entstand aus dem Bereich Kleingartenwesen des bisherigen VKSK der Kreisverband Finsterwalde. Nach der Kreisgebietsreform wurde daraus der Bezirksverband der Garten- und Siedlerfreunde Finsterwalde und Umgebung e.V.

Mit der Satzungsänderung 2019 entfiel die Bezeichnung „Siedlerfreunde“. Der Name lautete fortan Bezirksverband der Gartenfreunde Finsterwalde und Umgebung e.V.

Sein Gebiet blieb eng mit dem Altkreis Finsterwalde verbunden: Die Mitgliedsvereine lagen in Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain, Rückersdorf, Lichterfeld und Crinitz. Veränderungen in der Bevölkerung und bei der Flächennutzung wirkten sich auch auf die Gartenanlagen aus. So wurden in den 1990er-Jahren Flächen für die Erweiterung eines Pflegeheims benötigt; in Rückersdorf wurde 2006 auf Leerstand mit einer Anpassung der Pachtfläche reagiert.

Regelmäßige Mitgliederversammlungen, Sprechzeiten und Schulungen für Vorstände und Gartenfachberater prägten die Arbeit. Die Chronik beschreibt zugleich, wie schwierig es geworden war, Nachwuchs für die Bewertertätigkeit zu gewinnen – eine der Aufgaben, die gemeinsam besser abgesichert werden sollten.

Die dritte Wurzel

Calau

Die örtliche VKSK-Organisation im Kreis Calau wurde 1958 gegründet. Die Entwicklung der Region war eng mit dem Bau der Kraftwerke Lübbenau und Vetschau verbunden. In diesem Zusammenhang entstanden besonders in den 1980er-Jahren zahlreiche neue Garten- und Siedleranlagen.

Am 25. Juni 1990 gründete die erste Kreisdelegiertenkonferenz in Vetschau den Kreisverband Calau der Garten- und Siedlerfreunde e.V. Die anschließenden Jahre brachten organisatorische Veränderungen und die Trennung verschiedener Garten- und Siedlungsformen.

Mit der Kreisgebietsreform wurden die Kreise Calau und Senftenberg zum Landkreis Oberspreewald-Lausitz zusammengeführt. Am 4. Dezember 1993 beschloss die fünfte Kreisdelegiertenkonferenz die Umbenennung in Bezirksverband Calau (Niederlausitz) der Gartenfreunde e.V.

Das Verbandsgebiet erstreckte sich über Altdöbern, Calau, Lübbenau und Vetschau. Gartenfachberatung, die Ausbildung von Wertermittlern und ein jährlicher Arbeits- und Terminplan gehörten zu den festen Bestandteilen der Verbandsarbeit.

2021

Gemeinsam weitergehen

Vor der Verschmelzung gaben die Vorstände ihre Zustimmung. Auch die Mitgliedsvereine sprachen sich mehrheitlich für den Zusammenschluss aus; die notwendige Beitragsanpassung wurde durch Mehrheitsbeschlüsse unterstützt. Als gemeinsamer Sitz wurde Elsterwerda im Landkreis Elbe-Elster festgelegt.

Die drei Verbände brachten unterschiedliche Erfahrungen ein: gewachsene Kontakte zu Vereinen und Kommunen, Gartenfachberatung, Wertermittlung, Schulungen und die Betreuung von Pachtangelegenheiten. Diese Stärken sollten in einer verlässlichen, gemeinsamen Verwaltungsstruktur zusammengeführt werden.

Der gemeinsame Anspruch bleibt: Kleingartenanlagen erhalten, ehrenamtliche Arbeit erleichtern, junge Generationen gewinnen und die ökologische Bedeutung der Gärten stärken. Erholung, Selbstversorgung und gemeinschaftliches Leben gehören dabei zusammen.

Grundlage dieser Darstellung ist die verbandseigene „Chronik der verschmolzenen Verbände“. Die Beschreibung der Vorgängerverbände bezieht sich auf die Zeit vor dem Zusammenschluss.